Kroatien Tag 8

Eigentlich als Transittag auf dem Weg zum Nationalpark Plitwicer Seen gedacht. Unterwegs dann aber doch noch ne Menge Spaß auf einer kleine Offroadrunde gehabt.

Zunächst D22 (alte Bekannte von Tag 6) gen Oprovac. Beim Brötchenholen morgens hatte Volker noch eine Werbung für eine „Landrover Erlebnistour“ gefunden, die über den Tulove Grede führen, aber 8 Stunden dauern sollte. Bei genauerer Betrachtung der Route scheint die Tour eine alternative Auffahrt zu benutzen.

Wir haben den Einstig dann gefunden (kurze Stichstraße hinter Opravac). Zumindest im unteren Teil war der Weg richtig cool! Grobe Steine, steile Anstiege, Matsch, alles was das Herz begeht. Nach 30 Minuten sind wir umgekehrt, da wir komplett aus dem Zeitruder gelaufen wären und leider weiter mussten.

Weiter auf der D22, dann der D27 (laaaangweilig ….). Bei Wikiloc noch einen Tipp für einige nette Kilometer abseits befestigter Straßen gefunden und sofort scharf rechts abgebogen. Am Anfang noch asphaltiert, da es sich um eine Zufahrt zu einer Antennenanlage handelte. Auf halbem Weg kann man aber prima links abbiegen und kommt nach ein paar wenigen Kilometern auf eine wunderschön einsame Hochebene. Man hätte hier sicherlich auch problemlos über Nacht stehen können.

Wir wollten aber noch weiter, sind dann halt zurück auf die D27 und fast direkt weiter zu den Plitwicer Seen gefahren. Kurz vor Rudanovac auf einen fast leeren Campingplatz . Am Abend wurde es unerwartet kalt. Aber das Restaurant Borje war glücklicherweise bis 22:00 geöffnet, war geheizt und hatte reichhaltig Wein im Angebot.

Kroatien Tag 7

Gesperrte Straße, Mirila und mehr …

Heute nur ein wenig auf der Suche nach dem Abenteuer.

Der Plan: VOLLTANKEN!!!! Dann die Strecke von Tag 4 (Straße 63126) angehen und Oben ein wenig offroad austoben!

Realität: Tanken hat geklappt, leider war die 63126 wegen Teerarbeiten nach ca. 2km komplett gesperrt =(.

Im Nachhinein war das total gut, da wir sonst nie zu den Mirila gekommen wären. Aber der Reihe nach. Zunächst die Küstenstraße gen Norden. In Tribanj-Krušćica konnte man dann wieder rechts ab, in die Berge. Kurz nach dem Ort und eine Menge Kehren später stoßen wir auf einen etwas verwilderten, total ruhig und friedlich gelegenen Friedhof mit einer kleinen Kapelle. Im Inneren super gepflegt. Auf dem Friedhof viele sehr gut gepflegte Gräber, viele aber auch bereits verfallen. Totale Ruhe und Frieden, dann ein spitzer Schrei von Annette. Aus dem Augenwinkel sehe ich noch eine ca. 2m lange, bestimmt 5cm dicke Schlange, die im zerfallendem Grab (siehe Bild unten) verschwand. Nach diversen Internetrecherchen scheint es sich um eine Eidechsennatter gehandelt zu haben. Annette hat dann ihre offenen Treckingsandalen lieber gegen feste Wanderschuhe eingetauscht.

Neben dem Friedhof eine Hinweistafel auf „MIRILA„. Kurzes Studium der Tafel und dann der Plan einige derselben direkt anzuschauen.

(Nur kurz zur Erklärung: Ein Mirilo stellt eine sehr einfach gehaltene Totengedenkstätte dar. Meist spricht man im Plural von Mirila (Totenraststeine) da diese Gedenkstätten eigentlich immer in Gruppen auftreten. Es sind Orte an denen die Verstorbenen auf dem Weg zum Friedhof abgelegt wurden. Die Liegeflächen wurden dann mit Steinen markiert und zusätzlich ein Kopf- und Fußstein als Abschluss zugefügt. An den Plätzen „nahm der Verstorbene zum letzten Mal Abschied von der Sonne“ und wurde wichtiger als das Grab selbst, )

Wir fanden es wirklich beeindruckend, besonders unter Berücksichtigung der vielen Familiengedenkstätten mit Mirila in allen Größen.

Die ganze Sache lag ein wenig abseits und auf der kleinen Stichstraße konnte man ein wenig Offroadspaß bekommen.

Danach weiter nach Norden. Ab Karlobag windet sich die D25 gen Baške Oštarije mit wunderschönen Panoramen. Kurz vor Brusane noch ein wenig in die Wildnis, die Annette vollen Körpereinsatz abverlangt.

War jetzt nicht wirklich aufregend, aber man konnte ein wenig im Schlamm (diesmal ein Hoch auf den Regen) spielen. Hat natürlich mal wieder alles länger gedauert als geplant und wir sind den selben Weg zurück. War im Sonnenuntergang wunderschön.

Kroatien Tag 6

Winnetou, wunderschöne Landschaften und leider viele Erinnerungen an den Wahnsinn des Krieges..

Das Wetter hatte sich beruhigt! Also retour gen Norden. Wir hatten leider nur 10 Tage Zeit, und so langsam musste es wieder in Richtung Heimat gehen.

Leider haben wir vergessen das GPS vor dem frühstücken einzuschalten. Aber als kleiner Tipp, kurz nach Pirovac geht eine kleine Straße von der D8 ab und verläuft direkt an der Küste. HERRLICH!!!! Ein paar Wohnmobile haben die Gelegenheit genutzt hier auch über Nacht zu stehen. Scheint keinen zu stören …

Weiter Richtung Jasenice, diesmal aber nicht entlang der A1, sondern entlang der D8 und der D54 über die ältere Brücke bei Maslenica.

Östlich von Jasenica, haben wir ein gute Zufahrt zum Kanjon Zrmanje Od Obrovca Do Ušća gefunden. Die Zrmanja-Schlucht als Naturerlebnis. Die Schlucht ist von oben betrachtet einfach großartig, mit wunderschönem Farbspiel. Ganz nebenbei sind in der Schlucht diverse Winnetou Filme gedreht worden.

Kurz vor Oprovac links ab Richtung Tulove Grede. Es folgt ein wunderschöner nicht asphaltierter Pass der zum Mali Alan führt. Hier wurde die berühmte Todesszene von Winnetou gedreht. Auf halber Höhe kommen uns drei Landies voll bepackt mit Touristen entgegen. 3:1, also sind wir zur Seite gefahren, kurzes Winken und weiter geht’s.

Winnetou hin, Winnetou her, viel beeindruckender sind leider die Überbleibsel aus dem Balkankrieg. Ich möchte hier nicht näher auf die Umstände eingehen, aber die Gedenktafeln an viele gefallene junge Männer, die vom Alter her unserere Söhne seien könnten und die Warntafeln bzgl. der diversen Landminen, die noch im Boden sind, führen einem den Wahnsinn und die Sinnlosigkeit von Kriegen doch sehr drastisch vor Augen.

Nun gut, weiter unasphaltiert nach Sveti Rok und dann auf ein paar kleinen und am Schluss wieder Hauptstraßen wieder Richtung Starigrad. Durch Zufall haben wir einen netten kleinen Campingplatz direkt an der Küste gefunden. Kochen und Abendessen direkt am Meer … was will man mehr?

Kroatien Tag 5

Weiter gen Süden, ein wunderschöner Nationalpark und ein paar dicke Steine.

Festes Ziel hatten wir keines. Hauptsache weiter nach Süden und ein wenig aus dem Trubel im Nationalpark Paklenica raus. Die Berge waren irgendwie weg. In der Nähe von Kula Atlagic (D27) haben wir versucht ein wenig abseits asphaltierter Pfade unterwegs zu sein. Hat damit geendet, dass wir über ein wirklich grobes Geröllfeld (Steine bis 30cm Durchmesser) immer entlang eine Gasleitung (sah zumindest aufgrund der Markierungen so aus) lang sind. Sieht auf dem Photo wie immer nach nichts aus, war aber recht anspruchsvoll und begegnet sind wir nur einer Gruppe Moto Cross Fahrer, die ein wenig verblüfft auf unser Dickschiff schauten.

Noch einen kleinen Schwenk durch durch die Botanik (6026) und dann weiter gen Süden. Durch Zufall haben wir ein Hinweisschild Richtung dem Nationalpark Krka Wasserfälle gefunden. Blinker raus, abbiegen und wir hatten endlich ein Ziel. Der Park stellte sich als wirklichs Kleinod heraus. Zwar durchaus ein paar Besucher, aber im Vergleich zum Paklenica wirklich ruhig. Mit wunderschönen kleinen Wasserfällen und Wasser überall.

Konnte man schon ein paar nette Stunden verbringen. Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz sind wir noch ein wenig in der Gegend von Sibenik herumgeirrt, final dann auf einem kleinen Platz bei Jezera gelandet. Familie Klarin hat uns herzlich empfangen und trotz ziemlich schwerem Unwetter haben wir die Nacht super überstanden.

Kroatien Tag 4

Tag 4 war ein wenig Erholung, immer auf der Suche nach einer Strecke abseits des Asphalts.

Los Richtung Norden in der Hoffnung eine nette Bergstrecke zu finden. Die haben wir auch direkt in Starigrad beginnend gefunden.

Am Anfang schön eng und steil, noch asphaltiert, nach einigen Kilometern

wunderschöne Landschaft, noch einfach zu fahren, aber kein Asphalt!!!! Nach wenigen Metern mussten wir dann leider in Form einer hartnäckig blinkenden gelben LED feststellen, dass wir evtl. hätten tanken sollen. Bei 25l/100km kommt man mit der Reserve dann nicht so weit. Somit retour – auf Asphalt :(.

Tanken! Dann neuer Versuch, diesmal im Nationalpark Paklenica. Das Ding war so rappel voll, dass es schon schwierig war einen Parkplatz zu bekommen. Also Wagen m Straßenrand abgestellt und zufuß weiter gen „Rangerstation“. Kletterer so weit das Auge reicht, alle Klettergebiete hießen irgendwie Winnetou I, II, III, … Wunderschöne Gegend, viele Gelegenheiten ein wenig zu wandern, aber echt (zu) voll.

Nach zwei Stunden und ein paar Broten war es gut! Wir sind zurück und hatten keine rechten Plan für den Rest des Tages. Laut Reisführer soll Zadar eine Reise wert sein. Waren nur 2cm auf der Karte, also los.

War jetzt nicht die Perle, die wir erwartet hatten, aber ein Eis, zwei Espresso und eine Hochzeit später hatten wir uns angefreundet und sind retour Richtung Starigrad.

2019 Frankreich Italien Tag 13/14/15

Heute haben wir den Tag einfach verdaddelt. Ausgiebiges Frühstück, der Versuch und die Aufgabe Fahrräder zu mieten, dann einen schönen Spaziergang mit Betrachtung hunderter von Gleitschirmfliegern. Abends noch ein Glas Wein am Strand …

Am 14. Tag dann zurück Richtung Heimat. Allerdings noch einen kleinen Abstecher abseits asphaltierter Straßen und danach noch bis in die Schweiz ins wunderschöne Brienz am Brienzersee. War leider wieder sehr voll und wir mussten uns mit einem Platz auf den Womo-Übernachtungsplätzen zufrieden geben. Zum läppischen Preis von ca. 50 €, aber mit Blick auf den See. Die Suche nach schweizerischen Spezialitäten zum Abendbrot war leider nicht so erfolgreich, hat aber definitiv die Erwartungen an die Preise in der Schweiz erfüllt ;=).

Am 15. noch rasch über Zürich und Schaffhausen zurück nach D und dann nach Haus.

2019 Frankreich Italien Tag 12

ES IST GESCHAFFT: Wir haben die 3000er Marke geknackt.

3060m über NN

Irgendwie kann man der Route des Grandes Alpes in der Gegend nicht entfliehen. Auf der Suche nach Frühstück sind wir mal wieder auf selbiger gelandet. Immerhin, es gab an der Kreuzung eine kleine Bar mit Kaffee und Waffeln. So eine Waffel mit viel Puderzucker ist eigentlcih gar nicht so schlecht zum Frühstück.

Also weiter auf der D902 gen Col d’Iseran. Volker schon etwas enttäuscht, da sich schon wieder nichts Gescheites abseits geteerter Wege auftat.

Aber dann, am Ende des Parkplatzes auf dem Col d’Iseran eine geschotterte Straße, OHNE VERBOTSSCHILD. Innerhalb weniger Sekunden hatten wir selbige unter den Rädern und es ergab sich ein schöner steiler Weg mit feuchten weichen Untergrund, ein paar größeren Pfützen (fast schon eine Wasserdurchfahrt). Der Untergrund bedurfte schon ein wenig Allrad und untersetztes Getriebe, dann war aber alles problemlos zu meistern und wir sind rauf bis auf 3060m über NN.

Da lag noch ein wenig Schnee, der See war noch vereist und wenn man nicht zu Tal schaute, hatte man fast das Gefühl von Abenteuer … zumindest für eine Stunde.

Danach weiter auf der D902 gen Val d’Isere. Der Versuchung in der „Besten Backerei Frankreichs“ ein paar Teilchen (also es waren nur 4) zu erstehen sind wir natürlich erlegen. Problematisch erwieß sich nur die anschließende Suche nach einem netten Picknickplatz.

Eher zufällig haben wir eine winzige Ausfahrt von der D902 am Lac du Chevril zwischen 2 längeren Tunnels gefunden. Nachdem wir die ca. 170° Kurve und ein, zwei Serpentinen gemeistert hatten, ein wunderschöner kleiner Parkplatz mit Sicht über den Stausee und die Berge und umgehend einem bequemen Campingsofa, Kaffee und TEILCHEN.

Weiter über Albertville zum Lac d’Annency. Ein Campingplatz mit allem Comfort, direkt am See. Etwas touristisch ;=)

2019 Frankreich Italien Tag 11

SONNENSCHEIN!!! … Strada dell’Assieta, ein Leuchtturm in den Alpen, Colle de Finestre, eine kleine Käsererei, der teuste Tunnel der Welt und mal wieder Probleme einen Platz zum Übernachten zu finden.

Frühstück im fast leeren Magic Forest

Start, retour gen Sestiere , Abzweig Richtung Strada dell’Assietta und umgehende Bestätigung den richtigen Tag gewählt zu haben:

Na gut, da waren wir ja richtig informiert und Dienstag war somit goldrichtig. Vorsichtig in die Straße vorgetastet (man weiß ja nie), rasch rechts ran und einen italienischen Rubicon vorbeifliegen lassen und dann ganz entspannt die Strada mit hunderten von Geländewagen, tausenden Mountainbikes und Fußgängern zu teilen. War zwar wirklich voll, aber fast alle haben gegenseitig Rücksicht genommen und sind miteinander klar gekommen und alles war entspannt. Leider auch die Strasse selbst. Wunderschöne Landschaft, aber fahrerisch wenig Höhepunkte …

Panorama vom Monte Genevris

Wir hatten schon große Erwartungen an die Straße. Zum Teil wurden sie erfüllt, aber leider war es so voll, dass man die volle Schönheit nicht genießen konnte. Ein Highlight war sicherlich ein Leuchttumr in 2536m Höhe zu Ehren der italienischen Marine.


Ansonsten viel Landschaft! Einige gewagte Ausweichmanöver bei einer 10-ner Gruppe Jeeg Wrangler, 5 Unimogs, …., aber am besten: ein mindestens 20cm höhergelegter Toyota GRJ78 dicht verfolgt von einem wild lichtblinkenden Daihatsu Cuore …

Am Ende der Assietta auf dem Weg zum Colle della Finestre eine kleine Käserei, sehr zu empfehlen ;=)

Die kurze Tour runter den Colle della Finestre besticht durch superenge Serpentinen, macht Spaß und am Ende erreicht man Susa.

Ab Susa mal wieder auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz: 1. Campingplatz – voll, laut, …; 2. Campingplatz – voll, …. Erklärung erfolgt durch die nette Dama an der Rezeption – Italienischer Nationalfeiertag und alles ausgebucht.

Also neuer Plan: zurück nach Frankreich, ist ja nur einen Tunnel entfernt. Dieser kostet nur läppische 50€ Gebühr, aber man ist 20 Minuten später in Frankreich.

ACHTUNG: der GPS Tracker hat leider im Tunnel die Steigung extrapoliert und die fast 3000m Höhe stimmen nicht!

Bei Modane von der Autobahn runter. Erster Campingplatz grausam. Weiter nach Aussois, Campingplatz voll, somit weiter ins Tal wo sich ein kleiner Naturcampingplatz fand mit jeder Menge Platz! Allerdings war es um 20:00 schon richtig kalt, sodass es nur noch rasch Nudeln mit Pesto und dann eine Menge Schlaf gab.

2019 Frankreich Italien Tag 10

REGEN …. Strada dell’Assieta verschoben, sightseeing, ein wenig im Matsch, eine Festung, eine freundliche Mülltonne und eine 2. Nacht im Magic Forest.

Irgendwo am Wegesrand …

8:30 – Es regnet in Strömen. Vorrausschauenderweise hatten wir schon am Vorabend alles gepackt und konnten umgehend flüchten. Nach 250m tat sich eine Bar auf und unsere Flucht neigte sich schon dem Ende.

ESPRESSO, CAPPUCCINO, CROISSANT (frisch, heiß, mit Himbeermarmelade) und eine überdachte Terrasse mit Blick über die Dauercamper des Nachbarcampingplatzes. Trotz leichter Sprachprobleme endete es damit, dass der Wirt neben uns saß und melancholisch in den Regen schaute. Nach einer länglichen Diskussion mit seinem Kollegen (und einigen Unterbrechungen durch laut über den Platz geschriehene Bestellungen der Platzbewohner) wurde uns definitv davon abgeraten die Assietta im Regen zu fahren.

3 Espressos und diverse Himbeecroissants später dann gegen 11:30 los. Assietta gestrichen, schauen wir halt mal was die Gegend so hergibt. Mit Hilfe vom Denzel und LocusMaps der Beschluss: Regen hin, Regen her, wir versuchen uns mal am Colle I’Azzara (SG4 !).

Nun ja, komplett im Wald, ein wenig matschig und ausgewaschen, hier und da ein wenig steiler, ganz ok! Am Kamm angekommen: ein Fiat Panda (aus Holland!), Der war aber von der Südseite raufgefahren und hatte vor der rauhen Nordseite „kapituliert“.

Wir sind dann Richtung Torre Pellice abgefahren. Achtung: die Abkürzung abseits asphaltierter Straße bei Pramollo ist ein wenig eng und verlangt nach Reversieren in fast jeder Kurve.

In Torre Pellice abwechselnd Regen (also ESPRESSO und Eiscreme) und Sonne (also ein wenig spazieren). Eigentlich eine nettes kleines Städtchen mit ein wenig Bummelpotential und echt freundlichen Mülltonnen.

Auf dem Rückweg noch rasch ins lokale Oberzentrum der Gegend Pinerole. Wäre wahrscheinlich trotz Regen eine nette Stadt gewesen, wenn nicht alle Läden wegen Sommerferien geschlossen hätten. Allerdings war das Parken umsonst. Das haben wir aber erst nach Erwerb eines Parkscheins mitbekommen …

Diskussion zur Nachtplatzsuche war schnell erledigt, zurück zum Magic Forest und auf dem Rückweg noch rasch die Festung in Fenestrelle anschauen. Die war zwar schon geschlossen (nach 17:00Uhr), aber ein wenig umherschreiten konnte man trotzdem. Hätten wir geahnt/gewußt, dass selbige die größte Festung Europas und nach der chinesischen Mauer das zweitgrößte Mauerwerk der Welt ist, hätten wir wahrscheinlich versucht pünktlich zu sein und ein wenig mehr zu erfahren. Aber so sind es nur ein paar Photos geworden, nächstes Mal halt!

2019 Frankreich Italien Tag 8

Einer der besten Tage: Start entlang des Lac de Serre-Ponçon, über den Col du Parpaillon (und durch den Tunnel ;=)), ein kleiner Umweg über den Lac de Peyrol und Risol zum Col de Vars und Übernachtung am Fuß des Col d’Izoard. Ne Menge Offroad zumindest teilweise etwas anspruchsvoller.

Auffahrt zum Col du Parpaillon

Wir sind heute pünktlich los! Ziel ist noch völlig unklar, aber auf dem Weg definitiv den Col du Parpaillon mit Tunnel. Glaubt man den Beiträgen im Netz , eine der schönsten Strecken im Bereich der Französich/Italiensichen Alpen.

Aber erstmal müssen wir vom Campingplatz zur Auffahrt. Wir beschliessen südlich und östlich um den Lac de Serre-Ponçon zu fahren. Tolle, aber asphaltierte Strecke, trotz Hochsaison zumindest im südöstlichen Abschnitt bis Pontis ruhig. Viele freistehende Wohnmobile und weite Aussichten über den See. Vor Embrun ein kleiner Stau, den wir genial über die D40 zum Einstieg in den Col du Parpaillon (D39) umfahren haben.

Die nord-westliche Auffahrt ist eigentlich völlig harmlos. Zwar teilweise etwas ausgewaschen, aber fast immer zumindest 1.5-spurig. Einmal ein Stück zurücksetzen um den französichen 4×4 VW Bus Club durchzulassen. Ansonsten entspannt! Allerdings mit Mahnmal doch evtl. einen Reservereifen mitzuführen ;=)

Ca. 20km später und 1600m höher: die Einfahrt zum Tunnel du Parpaillon

Einfahrt nord-westliche Rampe Tunnel du Parpaillon

Auch wenn man die Bilder schon 1000-mal im Netz gesehen hat, es ist doch beeindruckend auf 2600m Höhe plötzlich einen Tunnel zu finden. Ist zwar nur ca. 900m lang, aber so komplett ohne Licht, direkt aus dem Fels gehauen und ner Menge Wasser, COOL!

Die südöstliche Seite des Parpaillons ist rauher! Zumindest in der oberen Sektion. Weitestgehend 1-spurig, aber recht übersichtlich. Auf der Abfahrt hatten wir ein kleines Problem mit einem schweizer Landy, der partout nicht rückwärts fahren wollte …. Hat damit geendet, dass wir ca. 400m rückwärts (auf der rechten Seite immer mindestens 100m senkrecht runter) gefahren sind. Was soll’s, hat ja alles geklappt! Etwas abseits der Straße haben wir dann noch erfolgreich ein Murmeltier aufgeschreckt.

Am Fuße des Parpaillon, in La Contamine-Chatelard, ESPRESSO und eine Tarte aux pommes. Leider gab es laut Karte nur eine Tarte Tatin … Mein Versuch nach einer Tarte aux Pommes zu fragen wurde mit einem freundlichen Lachen (es wird doch nicht die Aussprache gewesen sein) des Wirts bedacht, der uns dann wortreich erklärte, dass Tarte Tatin die spezielle Form der Region ist. Also eine Tarte Tatin bestellt! War gar nicht so schlecht und mit viel Vanilleeis! Was kann das Leben schön sein ;=).

Jetzt nur noch rasch der Plan wie es weiter gehen soll. Zu unser großen Überraschung trafen wir in dem Ort auf die Route de Grand Alpes. Wieder etwas gelernt. Haben wir doch gleich die Gelegenheit genutzt und sind gen Norden in Richtung Col de Vars. Auch nett, aber im Vergleich zum Parpaillon fällt es doch etwas ab. Aber Volker wurde mal wieder an seine alten Pläne die wichtigsten Alpenpässe per Rad zu fahren erinnert.

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz sind wir noch auf eine kleine aber feine Offroadstrecke zum Lac de Peyrole gestoßen. Man sollte sich auf keinen Fall von den Warnschildern abhalten lassen dorthin zu fahren. Wahrscheinlich könnte man dort wunderbar übernachten, die Wolfszucht (lokale Attraktion an der Gipfelstation des Sessellifts) hat uns aber davon abgehalten und wir sind weiter nach Risoul. Da gibt es gewisse Parallelen zur Aplp d’Huez, also sind wir weiter und kurz vor der Auffahrt zum Col d’Izoard auf einem, wer hätte es erwartet, komplett vollen, aber wunderschön gelegenen Naturcampingplatz gelandet.

Platz haben wir „leider“ nur noch abseits auf einem Wanderweg gefunden….

… wunderbar ruhig und mitten in der Natur!!!