Kroatien Tag 9

Der letzte Tag, viele Seen und Massen von Besuchern

Heute also der Nationalpark Plitwicer Seen. Vom Campingplatz fährt ein Bus, der uns 15 Minuten später am Eingang 2 zum Park absetzt. Es ist ca. 10:30, wunderschönes Wetter und doch schon etwas Betrieb (wir hatten natürlich gedacht, dass wir die Einzigen sind, da der Campingplatz ja weitestgehend leer war …). Dabei hatten wir leider nicht bedacht, dass die Besucher in Massen per Bus aus den umliegenden Ortschaften und Touristenhochburgen in den Park gefahren werden. Doch dazu später ….

Um den Park zu besuchen muss man sich für eine Tour entscheiden. Diese enthält dann entsprechend Tickets für die Panoramabahn (Unimog mit Anhängern) und die Schiffe. Wir haben uns für die Tour H entschieden , die uns zunächst zum oberen See per Panoramabahn brachte, danach zu Fuß gen unterem See

Wasser überall, unglaublich viele kleine und große Wasserfälle und auch nicht zu voll. Man konnte noch entspannt die Natur genießen und einfach seinen Gedanken nachhängen.

Das hat sich leider rapide geändert, als wir am Schiffsanleger ankamen und laut unserem Plan ein Schiff Richtung Eingang 1 nehmen mussten. Ca. 60 Minuten Wartezeit …. und das in der Nebensaison. Egal, nach 60 Minuten Warten und 15 Minuten auf dem Schiff erreichten wir beim Eingang 1 in der Nähe der berühmten großen Wasserfälle. Die doch schon recht überfüllte Picknickwiese hat ja schon schlimmes ahnen lassen, aber der Weg zu den großen Fällen …

… war eigentlich unpassierbar , Menschenmassen!! Wir haben nach 30 Minuten aufgegeben zu den Wasserfällen durchzudringen und sind etwas abseits bergauf gewandert und haben die Fälle aus der Ferne in Ruhe betrachtet.

Nur um kein Missverständnis aufkommen zu lassen:

DER PARK IST WUNDERSCHÖN!!!!!

Insbesondere der obere See vermittelt noch Ruhe und man hat das Gefühl in der Natur zu sein. Im Bereich des großen Wasserfalls waren, zumindest bei unserem Besuch, leider viel zu viele Menschen, so dass man die Schönheit nur bedingt genießen konnte.

Am Abend noch ein Besuch im geheizten Restaurant mit unglaublich freundlicher Bedienung und am kommenden Tag retour in die Heimat.

Kroatien Tag 8

Eigentlich als Transittag auf dem Weg zum Nationalpark Plitwicer Seen gedacht. Unterwegs dann aber doch noch ne Menge Spaß auf einer kleine Offroadrunde gehabt.

Zunächst D22 (alte Bekannte von Tag 6) gen Oprovac. Beim Brötchenholen morgens hatte Volker noch eine Werbung für eine „Landrover Erlebnistour“ gefunden, die über den Tulove Grede führen, aber 8 Stunden dauern sollte. Bei genauerer Betrachtung der Route scheint die Tour eine alternative Auffahrt zu benutzen.

Wir haben den Einstig dann gefunden (kurze Stichstraße hinter Opravac). Zumindest im unteren Teil war der Weg richtig cool! Grobe Steine, steile Anstiege, Matsch, alles was das Herz begeht. Nach 30 Minuten sind wir umgekehrt, da wir komplett aus dem Zeitruder gelaufen wären und leider weiter mussten.

Weiter auf der D22, dann der D27 (laaaangweilig ….). Bei Wikiloc noch einen Tipp für einige nette Kilometer abseits befestigter Straßen gefunden und sofort scharf rechts abgebogen. Am Anfang noch asphaltiert, da es sich um eine Zufahrt zu einer Antennenanlage handelte. Auf halbem Weg kann man aber prima links abbiegen und kommt nach ein paar wenigen Kilometern auf eine wunderschön einsame Hochebene. Man hätte hier sicherlich auch problemlos über Nacht stehen können.

Wir wollten aber noch weiter, sind dann halt zurück auf die D27 und fast direkt weiter zu den Plitwicer Seen gefahren. Kurz vor Rudanovac auf einen fast leeren Campingplatz . Am Abend wurde es unerwartet kalt. Aber das Restaurant Borje war glücklicherweise bis 22:00 geöffnet, war geheizt und hatte reichhaltig Wein im Angebot.

Col du Joly

Weiter gen Albertville mit einer kleinen Tour am Col du Joly.

Nichts spektakuläres aber ein wenig nette Gegend

Irgendwo entlang des Col du Joly

Weißer Rücken (Saas Fee)

Heute ist ein wenig Berg geplant. In der Nähe von Saas Fee, Weißer Rücken.

Kurz vor Einfahrt zum Weißen Rücken

Einfahrt von Saas Balen über Niedergut auf einer breiten leicht zu fahrenden Schotterpiste. Ab der Schranke wird es enger und mit unserem „Dickschiff“ müssen wir in fast allen Kurven reversieren …. Bis 2850m sind wir gekommen, dann war leider ein großer Stein im Weg und wir haben dem Absturz in die Tiefe vorgezogen ein wenig Rückwärts zu fahren und dann umzudrehen. Mit kleineren Fahrzeugen sollte man aber ohne Problem bis zum Stausee kommen.

ACHTUNG: laut anderen Nutzern der Strecke scheint eine Genehmigung notwendig sein (siehe Kommentare Wikiloc)

Danach weiter gen Frankreich …

… Kennebunk nach Boston nach Ulm …

Ausgiebiges Frühstück, kurze Fahrt nach Boston, pünktlicher Abflug in Boston und pünktliche Ankunft in Frankfurt.

Leider brannte ein ICE, sodass totales Bahnchaos herrschte. Willkommen in Deutschland. Wir hatten eigentlich unglaubliches Glück, da wir am Bahnhof direkt in einen ca. 3h20m verspäteten ICE steigen konnten, der gen München mit Stopp in Ulm unterwegs war und uns mindestens 1h eingespart hat. Warum außer uns fast alle Mitreisenden eher übel gelaunt waren, ist mir immer noch ein Rätsel ;=)

… Yarmouth nach Guysborough …

ca. 600km, viel Küstenstraße, ab Halifax aus Zeitnot dann doch Highway, Ankunft leicht verspäted um 21:30 …

Etwas weitere Fahrt heute, ungefähr die komplette Süd-Nord Ausdehnung von Nova Scotia. Zitat DrProf: “ Wir nehmen aber schon komplett die Küstenstraße , oder …“. Natürlich sind wir absolut pünktlich los ;=).

Also ab auf die Küstenstraße und nach so ca. 50km feststellen, das selbige gesperrt ist und wir die ganze Strecke zurück müssen. Evtl. hätte man doch ein wenig auf die Verkehrszeichen achten sollen.

Immerhin gab sich der erste „Leuchtturm“ die Ehre. Wir waren schon etwas enttäuscht. Eigentlich hatten wir da mit etwas Größerem gerechnet. Aber man muss ja bekanntlich keline anfangen.

Irgendwo an der Küste in Nova Scotia …

Ca. 3h später als geplant erreichten wir dann Peggy’s Cove. Ein wirklich pittoreskes Kleinod …

… und dann der angeblich meist fotografierte Leuchtturm der Welt …

… immer noch nicht riesig, aber nett gelegen .

Und weiter Richtung Halifax. Völlig überraschend begann es bereits zu dämmern (hätten wir ja erwarten können, war ja nun schon um 17:00) und wir hatten leider noch ein wenig Strecke vor uns.

FAZIT: Weiter geht es per Highway, Küstenstraßen werden eh völlig überbewertet!

Den Plan gegen 18:00 Guysborough zu erreichen und das vom Hotel angekündigte Dinner zu geniessen hat dann leider nicht so richtig geklappt, also haben wir ein „Dinner“ auf dem Parkplatz so gegen 19:30 eingenommen. Immerhin Lobsterrolls. Nicht die besten auf dem Trip, aber man muss sich ja noch steigern können!!!!

21:30, ein paar heftige Regenschauer und GPS Verwirrungen später, hat sich unser gebuchtes DesBarres Manor Inn als super nettes kleines Haus im Viktorianischem Stil ergeben. Dinner haben wir zwar verpasst, aber da wartet ja noch das Frühstück .

Von Boston nach Yarmouth, Nova Scotia …

ca. 120 km, meistens Highway, ein wenig Küstenstraße + Fähre von Portland nach Yarmouth

Das war haupsächlich ein Reisetag …. Etwas verpätet in Boston los, Ziel Portland, Maine um mit „The CAT“ mit Höchstgeschwindigkeit in grade mal 5 1/2 Stunden förmlich nach Kanada zu fliegen.

Blick aus „The CAT“ auf den Hafen von Portland, Mn

Auf dem Weg noch rasch einene Stopp in Ogunquit (war im Sommer bei 30° ein wenig netter …) eingelegt, ein paar süße Teilchen (LECKER!!!!!) und Kaffe eingeworfen und fertig war der erste „Stopp Raus Photo Rein Weiter“ oder kurz SRPRW abgehakt.

Kein Stau bis Portland und glatt 2h Stunden zu früh an der Fähre. Also noch rasch einen Supermarkt gesucht und ein wenig Bestände aufgefrische, wer weiß wann es wieder etwas gibt ;=)

90 Minuten später rauf auf die Fähre, die maximal zu 10% belegt war. Leider hat sich der amerikanische Zoll etwas (so in etwa 2h) Zeit gelassen, die Fähre auslaufen zu lassen. Sind wir sind leider erst gegen 23:00 in Yarmouth aufgeschlagen. Hat sich der Bierkauf dich gelohnt!!!!!!!

Untergekommen sind wir im Comfort Inn vor Ort. War „ganz OK“. Nein alles in Ordnung, gutes kanadisches Motel, Frühstück mit reichlich Pancakes mit noch reichlicher Ahornsirup und reichlich guten Tipps („We’ll see you later at Peggy’s Cove …“) für die weitere Reise von den anwesenden Kanadiern. Keine Holzfällerhemden, mmmmmh !