Kroatien Tag 7

Gesperrte Straße, Mirila und mehr …

Heute nur ein wenig auf der Suche nach dem Abenteuer.

Der Plan: VOLLTANKEN!!!! Dann die Strecke von Tag 4 (Straße 63126) angehen und Oben ein wenig offroad austoben!

Realität: Tanken hat geklappt, leider war die 63126 wegen Teerarbeiten nach ca. 2km komplett gesperrt =(.

Im Nachhinein war das total gut, da wir sonst nie zu den Mirila gekommen wären. Aber der Reihe nach. Zunächst die Küstenstraße gen Norden. In Tribanj-Krušćica konnte man dann wieder rechts ab, in die Berge. Kurz nach dem Ort und eine Menge Kehren später stoßen wir auf einen etwas verwilderten, total ruhig und friedlich gelegenen Friedhof mit einer kleinen Kapelle. Im Inneren super gepflegt. Auf dem Friedhof viele sehr gut gepflegte Gräber, viele aber auch bereits verfallen. Totale Ruhe und Frieden, dann ein spitzer Schrei von Annette. Aus dem Augenwinkel sehe ich noch eine ca. 2m lange, bestimmt 5cm dicke Schlange, die im zerfallendem Grab (siehe Bild unten) verschwand. Nach diversen Internetrecherchen scheint es sich um eine Eidechsennatter gehandelt zu haben. Annette hat dann ihre offenen Treckingsandalen lieber gegen feste Wanderschuhe eingetauscht.

Neben dem Friedhof eine Hinweistafel auf „MIRILA„. Kurzes Studium der Tafel und dann der Plan einige derselben direkt anzuschauen.

(Nur kurz zur Erklärung: Ein Mirilo stellt eine sehr einfach gehaltene Totengedenkstätte dar. Meist spricht man im Plural von Mirila (Totenraststeine) da diese Gedenkstätten eigentlich immer in Gruppen auftreten. Es sind Orte an denen die Verstorbenen auf dem Weg zum Friedhof abgelegt wurden. Die Liegeflächen wurden dann mit Steinen markiert und zusätzlich ein Kopf- und Fußstein als Abschluss zugefügt. An den Plätzen „nahm der Verstorbene zum letzten Mal Abschied von der Sonne“ und wurde wichtiger als das Grab selbst, )

Wir fanden es wirklich beeindruckend, besonders unter Berücksichtigung der vielen Familiengedenkstätten mit Mirila in allen Größen.

Die ganze Sache lag ein wenig abseits und auf der kleinen Stichstraße konnte man ein wenig Offroadspaß bekommen.

Danach weiter nach Norden. Ab Karlobag windet sich die D25 gen Baške Oštarije mit wunderschönen Panoramen. Kurz vor Brusane noch ein wenig in die Wildnis, die Annette vollen Körpereinsatz abverlangt.

War jetzt nicht wirklich aufregend, aber man konnte ein wenig im Schlamm (diesmal ein Hoch auf den Regen) spielen. Hat natürlich mal wieder alles länger gedauert als geplant und wir sind den selben Weg zurück. War im Sonnenuntergang wunderschön.

Kroatien Tag 6

Winnetou, wunderschöne Landschaften und leider viele Erinnerungen an den Wahnsinn des Krieges..

Das Wetter hatte sich beruhigt! Also retour gen Norden. Wir hatten leider nur 10 Tage Zeit, und so langsam musste es wieder in Richtung Heimat gehen.

Leider haben wir vergessen das GPS vor dem frühstücken einzuschalten. Aber als kleiner Tipp, kurz nach Pirovac geht eine kleine Straße von der D8 ab und verläuft direkt an der Küste. HERRLICH!!!! Ein paar Wohnmobile haben die Gelegenheit genutzt hier auch über Nacht zu stehen. Scheint keinen zu stören …

Weiter Richtung Jasenice, diesmal aber nicht entlang der A1, sondern entlang der D8 und der D54 über die ältere Brücke bei Maslenica.

Östlich von Jasenica, haben wir ein gute Zufahrt zum Kanjon Zrmanje Od Obrovca Do Ušća gefunden. Die Zrmanja-Schlucht als Naturerlebnis. Die Schlucht ist von oben betrachtet einfach großartig, mit wunderschönem Farbspiel. Ganz nebenbei sind in der Schlucht diverse Winnetou Filme gedreht worden.

Kurz vor Oprovac links ab Richtung Tulove Grede. Es folgt ein wunderschöner nicht asphaltierter Pass der zum Mali Alan führt. Hier wurde die berühmte Todesszene von Winnetou gedreht. Auf halber Höhe kommen uns drei Landies voll bepackt mit Touristen entgegen. 3:1, also sind wir zur Seite gefahren, kurzes Winken und weiter geht’s.

Winnetou hin, Winnetou her, viel beeindruckender sind leider die Überbleibsel aus dem Balkankrieg. Ich möchte hier nicht näher auf die Umstände eingehen, aber die Gedenktafeln an viele gefallene junge Männer, die vom Alter her unserere Söhne seien könnten und die Warntafeln bzgl. der diversen Landminen, die noch im Boden sind, führen einem den Wahnsinn und die Sinnlosigkeit von Kriegen doch sehr drastisch vor Augen.

Nun gut, weiter unasphaltiert nach Sveti Rok und dann auf ein paar kleinen und am Schluss wieder Hauptstraßen wieder Richtung Starigrad. Durch Zufall haben wir einen netten kleinen Campingplatz direkt an der Küste gefunden. Kochen und Abendessen direkt am Meer … was will man mehr?

Kroatien Tag 5

Weiter gen Süden, ein wunderschöner Nationalpark und ein paar dicke Steine.

Festes Ziel hatten wir keines. Hauptsache weiter nach Süden und ein wenig aus dem Trubel im Nationalpark Paklenica raus. Die Berge waren irgendwie weg. In der Nähe von Kula Atlagic (D27) haben wir versucht ein wenig abseits asphaltierter Pfade unterwegs zu sein. Hat damit geendet, dass wir über ein wirklich grobes Geröllfeld (Steine bis 30cm Durchmesser) immer entlang eine Gasleitung (sah zumindest aufgrund der Markierungen so aus) lang sind. Sieht auf dem Photo wie immer nach nichts aus, war aber recht anspruchsvoll und begegnet sind wir nur einer Gruppe Moto Cross Fahrer, die ein wenig verblüfft auf unser Dickschiff schauten.

Noch einen kleinen Schwenk durch durch die Botanik (6026) und dann weiter gen Süden. Durch Zufall haben wir ein Hinweisschild Richtung dem Nationalpark Krka Wasserfälle gefunden. Blinker raus, abbiegen und wir hatten endlich ein Ziel. Der Park stellte sich als wirklichs Kleinod heraus. Zwar durchaus ein paar Besucher, aber im Vergleich zum Paklenica wirklich ruhig. Mit wunderschönen kleinen Wasserfällen und Wasser überall.

Konnte man schon ein paar nette Stunden verbringen. Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz sind wir noch ein wenig in der Gegend von Sibenik herumgeirrt, final dann auf einem kleinen Platz bei Jezera gelandet. Familie Klarin hat uns herzlich empfangen und trotz ziemlich schwerem Unwetter haben wir die Nacht super überstanden.

Kroatien Tag 4

Tag 4 war ein wenig Erholung, immer auf der Suche nach einer Strecke abseits des Asphalts.

Los Richtung Norden in der Hoffnung eine nette Bergstrecke zu finden. Die haben wir auch direkt in Starigrad beginnend gefunden.

Am Anfang schön eng und steil, noch asphaltiert, nach einigen Kilometern

wunderschöne Landschaft, noch einfach zu fahren, aber kein Asphalt!!!! Nach wenigen Metern mussten wir dann leider in Form einer hartnäckig blinkenden gelben LED feststellen, dass wir evtl. hätten tanken sollen. Bei 25l/100km kommt man mit der Reserve dann nicht so weit. Somit retour – auf Asphalt :(.

Tanken! Dann neuer Versuch, diesmal im Nationalpark Paklenica. Das Ding war so rappel voll, dass es schon schwierig war einen Parkplatz zu bekommen. Also Wagen m Straßenrand abgestellt und zufuß weiter gen „Rangerstation“. Kletterer so weit das Auge reicht, alle Klettergebiete hießen irgendwie Winnetou I, II, III, … Wunderschöne Gegend, viele Gelegenheiten ein wenig zu wandern, aber echt (zu) voll.

Nach zwei Stunden und ein paar Broten war es gut! Wir sind zurück und hatten keine rechten Plan für den Rest des Tages. Laut Reisführer soll Zadar eine Reise wert sein. Waren nur 2cm auf der Karte, also los.

War jetzt nicht die Perle, die wir erwartet hatten, aber ein Eis, zwei Espresso und eine Hochzeit später hatten wir uns angefreundet und sind retour Richtung Starigrad.

Kroatien Tag 3

Ein unglaubisches Höhlensystem und Flucht vor intensivem Regen.

Der Tag begann mit dem Besuch des Škocjanske jame Nationalparks. UNESCO natural heritage und wirklich atemberaubend!!!! Ein wenig Massentourismus, aber eine Höhle in der man locker den Kölner Dom verstecken kann, ist schon recht beeindruckend. Im Inneren konnte man leider keine Photos machen, aber bereits die Landschaft außerhalb der Höhle hat mächtig Spass gemacht.

Dann zog leider eine große Regenfront ins Land und wir sind weiter quer durch Istrien (sehr schöne Straße, aber ein wenig Sichtbehinderung durch dichten Nebel, Regen, …) nach Rijerka. Kurze Kaffeepause im strömenden Regen und der Beschluss weiter gen Süden zu fahren. Geendet sind wir dann auf einem Campingplatz in der Nähe von Starigrad und dem Nationalpark Paklenica. Zwar immer noch im Regen, aber mit der Hoffnung, dass der Wetterbericht recht behält. Aber nach Ankunft immer noch im strömenden Regen den Wagen erstmal am Strand geparkt und das Dachzelt geschlossen gehalten. Es hat dann noch zwei Pizzen und eine Flasche Rose gedauert bis der Regen sich nach Norden verzogen hat …

Kroatien Tag 1/2

Der Plan nach Albanien zu fahren hat sich leider aufgrund eines unvorhersehbaren Ereignisses nicht erfüllen lassen. Wir konnten leider nicht pünktlich los und hatten nun auch nur 10 Tage Zeit. Die gebuchte Fähre musste also ohne uns fahren, wir neu planen und Albanien in die Zukunft verschoben werden.

Neuer Plan: Kroatien

Auch wenn es sicher nicht so „offroadig“ werden wird wie Albanien, das Dachzelt testen und zumindest hier und da ein wenig abseits befestigter Straßen sollte doch klappen!

Tag 1: Autobahn gen Villach und erste Übernachtung auf einem doch schon sehr in die Jahre gekommenden Campingplatz. Immerhin habe wir noch ein Schnitzel in der Dorfkneipe bekommen und die erste Nacht im Dachzelt war doch irgendwie aufregend.

Tag 2: Wunderschöne Landschaft, tolle Passstraßen und eine Pferdewiese als Campingplatz.

Aufbruch möglichst schnell Richtung Slowenien. Keine Autobahn mehr! Dafür den guten alten Wurzelpass nach Kranjska Gora und dann über den Vrsic Pass. Letzterer stellte sich als wirklich schön heraus und es definitiv eine Empfehlung! 50 Kehren, aber noch alles asphaltiert.

Ein kleiner Abstecher auf der Abfahrt konnte zumindest einen Hauch von Offroad vermitteln und die Durchquerung des ausgetrockneten Fluss war schon fast Abenteuer …

Auf dem Weg zum Ziel des Tages immer Entlang der slowenisch-italienischen Grenze auf einer kleinen lokalen Straße mit mindestens 1km Offraod! Alle Versuche dem Asphalt zu entrinnen wurden leider durch tiefen Matsch (hatte wohl an den Tagen zuvor ein wenig geregnet) vereiteilt. Bei etwas besserem Wetter wäre die Gegend wahrscheinlich ein Eldorado gewesen ;=)

Am Abend – eine Pferdewiese! Naja, zum Teil war selbige als Campingplatz deklariert, wunderschön einsam gelegen in direkter Nähe zum Nationalpark Škocjanske Jame.